Worum es geht
Transfergesellschaft – Ich nehme die Frage ernst – auch wenn sie in der Beratungspraxis schon hundertfach vorkam. Jede GmbH hat andere Zahlen. „Transfergesellschaft“ ist oft das Symptom; die Ursache liegt in Zahlen, die niemand aktualisiert hat.
Meine Lesart
Beim Anteilsverkauf zählt nicht der LOI, sondern ob der Erwerber die Verbindlichkeiten wirklich tragen kann. Ohne Lagebild in zehn Werktagen wird jede Lösung zum Raten – und das gefährdet Fristen nach § 15a InsO.
Was ich an Ihrer Stelle tun würde
- Dann baue ich mit dem GF einen Liquiditätsplan, den auch der Steuerberater nicht wegwischt.
- Ich setze einen wöchentlichen Abgleich mit GF und Bank – 20 Minuten, schriftlich.
- Gläubiger werden nicht alle gleich behandelt – aber alle gleich respektvoll angeschrieben.
- Steuer und SV werden offen gelegt, bevor ein Erwerber das Datenraum-Login bekommt.
Parallel klären wir, ob der Pfad, Sanierung oder Insolvenzantrag der realistischste Pfad ist.
Risiken
Der gefährlichste Moment ist „noch schnell eine Zahlung“. Danach wird es für den GF persönlich.
Lieber nicht
Zu lange warten, bis die Bank kündigt. Zu früh unterschreiben, weil ein „Interessent“ droht abzuspringen. Beides habe ich nachbearbeitet.