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Markus Bertan

Unternehmenskrise Praxisfall Produktion | Markus Bertan

Ohne Rechtsberatung – mit Klarheit – Praxisfall Produktion: 655.000 € Verbindlichkeiten, 21 Wochen, Thema Unternehmenskrise. Wirtschaftliche Beratung, Recht…

Branche: Produktion (anonymisiert) · Rechtsform: GmbH · Mitarbeiter: 85 · Umsatz: ca. 2.030.500 € · Verbindlichkeiten: 655.000 €

Einstieg in den Fall

Ein Erwerber aus dem Netzwerk war im Gespräch, aber ohne Zahlenbasis – typischer Auslöser für meinen Einstieg. Die Mutter hielt 30 %, der Sohn operativ – und beide hatten unterschiedliche Vorstellungen von „Exit“.

Die Produktion-GmbH hatte 85 Mitarbeiter und einen Jahresumsatz von rund 2.030.500 € – auf dem Papier noch präsentabel. Unter der Oberfläche: negative Wochenliquidität ab Woche drei, 189.000 € Debitoren älter als 90 Tage und kein Beschluss zu Unternehmenskrise.

Verlauf über 21 Wochen

Die letzten Tage vor dem Notarvorbereitungsgespräch waren ruhig – weil die Zahlen endlich stimmten. Bei krise geht es in der Praxis selten um Theorie – sondern um Timing und Protokolle.

Woche eins: SuSa, Bank, Gläubigerliste. Woche zwei: kurzfristiger Zahlungsplan und Matrix – 71 % der Schulden bei sechs Namen. Woche drei: Stundungsgespräche, Raten über 255.450 €.

Ab Woche 5 lag der Fokus auf Erwerberliste und Notarvorbereitung. Der GF führte das Protokoll selbst – das war sein Wunsch.

Ich dokumentiere jeden Schritt so, dass ein späterer Gutachter die Logik nachvollziehen kann.

Wo wir landeten

Nach 21 Wochen lag ein handfester Pfad zu Unternehmenskrise vor – ohne Aktionismus. Insolvenzantrag war nicht nötig; die Pflicht zur erneuten Prüfung stand im Kalender. Beschlüsse und Zahlungsprotokolle waren vollständig.

Drei Umwege, die ich oft nachbearbeite

Typische Umwege: Ein Erwerber ohne NDA und ohne Referenzprüfung. Weiterzahlungen an Lieferanten, die nicht existenzsichernd sind. Zahlungen an verbundene Personen ohne Beschluss.

Rechtliche Eckpunkte

§ 15a und § 15b InsO, § 43 GmbHG, offene Sozialabgaben – konkrete Prüfpunkte, keine Schlagworte. Wer unsicher ist: Insolvenzantragspflicht prüfen.

Fall fiktiv und anonymisiert – keine Rückschlüsse auf reale Mandanten. Keine Rechtsberatung.

Vertiefung in der Nähe

Lösung: TÜV-Auflagen · Was tun bei: EU-Förderung? · Praxisfall: Unternehmenskrise – IT-Dienstleistung, …

Lieber ein klares Nein als monatelanges Hoffen. Deshalb antworte ich zeitnah.

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Keine Rechtsberatung in diesem Sinne – Struktur, Zahlen, Reihenfolge. Juristisch begleiten Partnerkanzleien.