Unternehmensnachfolge: Ich habe den Text so geschrieben, wie ich ihn einem GF am Telefon erklären würde – ohne Folien, ohne Buzzwords. Kontext: vertraulichkeit und nda.
Was mir in Mandaten auffällt
Gesellschafter wollen häufig „einen Käufer“ – bevor geklärt ist, ob überhaupt fortgeführt werden darf. Bei nachfolge geht es in der Praxis selten um Theorie – sondern um Timing und Protokolle.
Manchmal ist der GF schon überzeugt – und die Gesellschafter wissen noch nichts. Das verzögert alles. Bei vertraulichkeit und nda entscheidet, ob Zahlen und Fristen vor Ehrgeiz kommen.
Wie ich Unternehmensnachfolge sehe
Ich sage selten „geht nicht“. Öfter: „geht, aber nur wenn …“ – und dann liste ich die Bedingungen. Fehlt ein Baustein, gehört die Energie in Sanierung, geordnete Abwicklung oder Insolvenzantrag – nicht in kosmetische Maßnahmen.
Schritte in der Praxis
Wöchentlicher Abgleich mit GF – 20 Minuten, protokolliert. Abstimmung mit Kanzlei und Notar vor ersten Unterschriften. Erwerber- oder Sanierungspfad mit einem klaren Datum. Gesellschafterrunde mit schriftlicher Entscheidungsoption.
Dinge, die ich ausgebügelt habe
Drei Fehler bei Vertraulichkeit und NDA: Steuer- und SV-Rückstände verschweigen. LOI unterschreiben, bevor die SuSa stimmt. Weiterzahlen ohne Prioritätenliste.
Ich rate nicht zu Hast – aber zu konsequenter Dokumentation ab Tag eins.