Viele Geschäftsführer unterschätzen, wie schnell aus „eng wird“ eine Haftungsfrage wird. Genau darum geht es hier. Mitgesellschafter blockiert – Exit-Optionen – Schwerpunkt Asset Deal.
Was GFs unterschätzen
Manchmal ist der GF schon überzeugt – und die Gesellschafter wissen noch nichts. Das verzögert alles. Ich dokumentiere jeden Schritt so, dass ein späterer Gutachter die Logik nachvollziehen kann.
Was ich dabei oft sehe: Entscheidungen werden vertagt, weil niemand die schlechte Nachricht schriftlich fixieren will. Bei mitgesellschafter blockiert – exit-optionen entscheidet, ob Zahlen und Fristen vor Ehrgeiz kommen.
Asset Deal ohne Schönfärberei
Asset Deal ist kein Automatismus. Es braucht Fortführung oder einen Erwerber, offene Verbindlichkeiten ohne Überraschungen und einen GF, der Entscheidungen schriftlich festhält. Fehlt ein Baustein, gehört die Energie in Sanierung, geordnete Abwicklung oder Insolvenzantrag – nicht in kosmetische Maßnahmen.
So würde ich vorgehen
- Debitoren- und Kreditorenliste ohne Schönfärberei
- SuSa und Bankabstimmung in den ersten sieben Tagen
- Gläubigeranschreiben nach Priorität, nicht nach Lautstärke
- Wöchentlicher Abgleich mit GF – 20 Minuten, protokolliert
Umwege, die teuer werden
Bei Mitgesellschafter blockiert – Exit-Optionen sehe ich regelmäßig dieselben Umwege:
- LOI unterschreiben, bevor die SuSa stimmt
- Weiterzahlen ohne Prioritätenliste
- Verkaufsgespräche ohne NDA und Erwerberprüfung
Am Ende entscheidet nicht der Mut, sondern die belastbare Zahl.